
Wir haben in den letzten Tagen mehrere Anfragen von Hundebesitzer:innen erhalten, die ihren Urlaub in Kärnten oder Osttirol verbringen oder dort Wanderungen mit ihren Hunden planen.
Hintergrund sind aktuelle Berichte über mehrere durch das verbotene Nervengift Carbofuran verendete Gänsegeier im Raum Lesachtal und Gailtal. Laut den veröffentlichten Untersuchungsergebnissen hatten die Tiere zuvor von einem Rotwildkadaver gefressen.

Foto vergifteter wolf ©️ Fapas Spanien
Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen derzeit noch.
Nach Angaben des WWF besteht die Vermutung, dass der ausgelegte Giftköder ursprünglich nicht auf die Gänsegeier abzielte. Der WWF hält es für möglich, dass eigentlich ein großer Beutegreifer wie beispielsweise ein Wolf das Ziel gewesen sein könnte. Dafür gibt es derzeit jedoch keine behördlich bestätigten Erkenntnisse, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Unabhängig davon zeigt der Vorfall erneut, dass illegale Giftstoffe in der Natur nicht nur geschützte Wildtiere gefährden. Auch Hunde können beim Kontakt mit vergifteten Kadavern oder Giftködern schwer geschädigt werden.
Daher empfehlen wir Hundebesitzer:innen bei Wanderungen und Urlauben in der Region besondere Vorsicht:
- Hunde möglichst nicht unbeaufsichtigt laufen lassen.
- Verhindern, dass Kadaver, Fleischreste oder unbekannte Gegenstände aufgenommen werden.
- Bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontaktieren.
- Verdächtige Funde nicht berühren und den zuständigen Behörden melden.
Der aktuelle Fall zeigt einmal mehr, dass illegale Vergiftungen eine Gefahr für Wildtiere, Haustiere und Menschen darstellen können. Wer in den kommenden Wochen mit seinem Hund in Kärnten oder Osttirol unterwegs ist, sollte daher besonders aufmerksam sein.
