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Schon wieder ein toter Wolf: Wir zeigen den Abschuss in Kärnten an

Schon wieder ein toter Wolf. Schon wieder ein Abschuss in Kärnten. Mit einem Unterschied: Diesmal haben wir von Wölfe in Österreich Anzeige gegen die Bezirkshauptmannschaft Hermagor erstattet. Wir meinen, dass der Wolf Mitte Dezember ohne rechtliche Grundlage getötet wurde.

Die Fakten sind eindeutig dokumentiert: Aus einer Mitteilung des Amtes der Kärntner Landesregierung vom 12. Jänner 2026 geht hervor, dass zwei Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt wurden – beide erfolgreich. Trotzdem wurde der Wolf am 13. Dezember 2025 angeblich in unmittelbarer Nähe zu bewohnten Gebäuden getötet. Laut Behörden zeigte das Tier kein aggressives Verhalten, drang in keine Gebäude und keine Stallungen ein.

„Wenn Vergrämung wirkt, ist ein Abschuss verboten“, sagt unser Obmann Gerald Friedl. „Hier wurde trotzdem geschossen.“

Die sogenannte Risikowolf-Verordnung Kärntens erlaubt Abschüsse nur, wenn Vergrämungen erfolglos bleiben. Genau das war hier nachweislich nicht der Fall.

„Ein Wolf ist kein risiko, nur weil man ihn sieht“

Mehr noch: Diese Verordnung verstößt aus unserer Sicht gegen geltendes EU-Recht. Die Konsequenzen sind dramatisch: In den vergangenen Jahren wurden in Kärnten fast 30 Wölfe offiziell getötet. Illegale Abschüsse sind dabei noch nicht einmal mitgezählt.

„Ein Wolf ist kein Risiko, nur weil man ihn sieht“, bringt Friedl es auf den Punkt.

Erst an dieser Stelle muss man sich das ganze Ausmaß vor Augen führen: Der Wolf ist in Österreich in einem ungünstigen Erhaltungszustand und vom Aussterben bedroht. Aktuell leben nach Schätzungen nur rund 90 Wölfe in ganz Österreich. Jeder einzelne Abschuss verschärft diese prekäre Lage.

Auch rechtlich ist die Situation klar. Der Europäische Gerichtshof hat mehrfach bestätigt: Wölfe stehen auch in Siedlungsnähe unter Schutz. Sichtungen oder fehlende Fluchtreaktionen sind kein Tötungsgrund.

„Wir werden für jeden einzelnen wolf kämpfen!“

Wir fordern daher eine verwaltungsstrafrechtliche Prüfung dieses Abschusses sowie eine grundsätzliche Überprüfung der Kärntner Abschusspraxis. Der österreichische Wolfsmanagementplan und das EU-Naturschutzrecht dürfen nicht weiter ausgehöhlt werden.

Unser Obmann macht klar, dass wir nicht lockerlassen: „Das ist nur der Anfang. Wir werden für jeden einzelnen Wolf in Österreich kämpfen!“

Denn Artenschutz ist kein politisches Schlagwort – er ist geltendes Recht. Und wir werden dafür sorgen, dass es auch eingehalten wird.

Das aktuelle Bild hat keinen Alternativtext. Der Dateiname ist: ChatGPT-Image-21.-Jan.-2026-11_45_48.png

1 Gedanke zu „Schon wieder ein toter Wolf: Wir zeigen den Abschuss in Kärnten an“

  1. Was ist aus uns geworden? Alles muss abgeschossen und getötet werden. Was bilden sich wir Menschen ein? Herr über alles Leben zu sein? Nein das sind wir nicht. Das ist nur einer… Lasst doch die Natur am Leben. Wir brauchen sie. Erst wenn alles tot ist werdet ihr erkennen wie dumm ihr gewesen seit. Ich wünsche allen die in irgendeiner Weise an der Tötung der Wölfe beteiligt sind, nichts gutes

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